Compulsive Gambling
Spielsucht deluxe
Wieder einen Schritt weiter ging die Alternativerockband Compulsive Gambling, als sie im Sommer 2012 ihr Debutalbum „In Gold We Trust“ veröffentlichte und damit in den heimischen Hamburger Gefilden viel Beifall und lobende Worte erntete: Gitarre-Bass-Schlagzeug vom Feinsten, irgendwo zwischen Nu-Metal, klassischem Rock und Alternative. Harte Riffs, eingängige Melodien, treibende Beats. Aber das sind nur einige der Zutaten, derer die Band sich gerne bedient. Hin und wieder sind die Songs auch mal komplexer, dabei aber immer zielgerichtet, ohne selbstverliebt zu sein. Das lässt erahnen, was auf dem Tonträger als auch live passiert: Eine Soundwand und eine lebendige Show erwarten und überraschen den Konzertbesucher. Dass eine noch unbekannte Band dermaßen loslegt überrascht jeden, der Compulsive Gambling noch nicht gesehen und gehört hat.
Wieder einen Schritt weiter war Compulsive Gambling, nachdem sie von ihrer selbst organisierten Deutschland-Tour im Herbst 2012 zurück kam. Viel gelernt und mächtig Spaß hatten die Musiker, Straßenmusik haben sie gemacht. Kommentare von Besuchern wie „Ist schon lange her, dass ich auf ‘nem Konzi war, wo ich so mega geil und krass begeistert und von den Songtexten so berührt worden bin – von Euch und Eurer Musik... Vielen Dank!“ und „Einfach geil!“ ließen die Herzen der Band höher schlagen: Das erste Mal spielten sie geballt mehrere Konzerte, auf denen keine Freunde oder Bekannte unterstützend jubelten und applaudierten, und doch bekam sie so viel positives Feedback. Negative Kritik? Fehlanzeige! „Ihr könnt sehr gerne wiederkommen.“ hieß es von den Clubbetreibern und Veranstaltern. Die Eigeninitiative der Band, die sich im Vorfeld selbst um Promotion und Werbung gekümmert hat, zahlte sich aus: „Wir haben in einem kleinen Artikel gelesen, dass Ihr heute spielt – es hat sich echt gelohnt!“ so eine Gruppe von Gästen im Parkhaus Duisburg. In den einschlägigen Hamburger Clubs wie Knust und Kaiserkeller, dem Uebel und Gefährlich und dem Indra ist die Band sowieso schon zu Hause. „Ich habe als Tontechniker für weit über 200 Bands gearbeitet – Ihr seid in meinen Top 5!“ bestätigt dabei ein Tontechniker, der regelmäßig im angesagten K19 in Kassel arbeitet. „Da kommen super Signale von der Bühne – Respekt!“ heißt es aus dem bekannten Exil in Göttingen.
Drei Jahre sind seit der Gründung von Compulsive Gambling vergangen – ein Ausblick für das Jahr 2013: Ein Akustik-Programm, neues Songmaterial, eine weitere Tour, die Vernetzung mit Veranstaltern, Agenturen, Verlagen und Bands wird weiter ausgebaut. Mehr Festivals, mehr Konzerte und tatsächlich auch mehr Fußgängerzonen warten darauf bespielt zu werden. Die Musik wird die Band sicherlich nicht neu erfinden, aber die Spielfreude und die Musik, die jeder einzelne der Formation weiterhin hört, werden weiter einfließen und den Sound der Band weiter beeinflussen. Entsprechend werden auch Vorbereitungen für das nächste Album getroffen und bald ist Compulsive Gambling wieder einen Schritt weiter.

